Fairtrail Graubünden and its impact

Fairtrail Graubünden summarizes its project duration and impact. One thing is clear: the coexistence project truly promotes respectful coexistence between bikers and hikers on the slow-traffic routes of the Graubünden mountains.

«Die Koexistenz in Graubünden ist nicht nur eine bewusste Entscheidung, sondern die einzig realistische und nachhaltige Lösung zur Nutzung der vorhandenen Infrastruktur».

Kevin Suhr, externe Projektleitung Fairtrail

As overall project management of Fairtrail ist es uns bei ALLEGRA ein grosses Anliegen, das Miteinander auf den Bündner Wegen aktiv mitzugestalten. Fairtrail ist mehr als eine Kampagne – es ist eine Haltung. 

Unsere Aufgabe ist es, diese Haltung mit konkreten Massnahmen zu verankern, Akteure zu koordinieren und das Projekt inhaltlich und kommunikativ weiterzuentwickeln. Spannend ist hier auch sicher unser Interview mit Projektleiter Kevin.

Below you will find the latest press release from Fairtrail Graubünden:

Fairtrail Graubünden: Koexistenz funktioniert – weniger Konflikte, mehr Rücksicht auf den Wegen 

The Fairtrail-Jahr2025 zeigt klar: Die gemeinsame Nutzung der Bündner Wander- und Bike trails funktioniert mehrheitlich respektvoll und konfliktarm. Das belegen die kantonale Reklamationsanalyse2025die Fairtrail-Nutzerumfrage und die Rückmeldungen aus den «Fairdinand»-EinsätzenFairtrail leistet damit einen wichtigen Beitrag, damit das bestehende Wegnetz weiterhin gemeinsam genutzt werden kann. 

 Seit 2019 fördert das Projekt «Fairtrail Graubünden» ein respektvolles Miteinander zwischen Bikenden und Wandernden auf den Langsamverkehrswegen der Bündner Bergwelt. Die Kampagne sensibilisiert für Koexistenz und Rücksicht gegenüber Mitmenschen, Natur, Landwirtschaft und Wildtieren. 

Coexistence on the Bünder paths
Fotocredits: Filip Zuan

Wenige Konflikte trotz hoher Nutzung 

Bereits seit dem Jahr 2018 wertet die Reklamationsanalyse des Tiefbauamts Graubünden bei Destinationen, Bergbahnen, Verbänden und Trägerschaften eingegangene Beanstandungen von Wandernden und seit 2024 zusätzlich auch von Bikenden aus. 

The analysis von 2025 zeigte, dass sich die registrierten Reklamationen auf konstant tiefem Niveau bewegen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 114 Reklamationen from Hikeden und 40 Meldungen from Bikingden erfasst – dies bei über 11000 Kilometern signalisierten Wanderwegen, rund 4’500 Kilometern signalisierten Mountainbike-Routen und einer sehr hohen touristischen Nutzung.

Die Beschwerden beziehen sich primär auf das Wegnetz and die Infrastruktur, die Signalisation and the Transporteinrichtungen. Nur 18  Meldungen (15 von Wandernden und 3 von Bikenden) thematisieren Konflikte zwischen Wandernden und Bikenden – die diesbezüglichen Reklamationen haben sich damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu halbiert.

Also die Reklamationen betreffend Mutterkühen gingen deutlich zurück. Die Analyse bestätigt damit einen anhaltenden Entspannungstrend im Bereich der Koexistenz: Konflikte sind punktuell und lokal begrenzt.  

Fairdinands Fairtrail Graubünden Holidays (c) Ralf Krebs
Fotocredits: Rafael Krebs

Mehrheit erlebt das Miteinander als positiv 

Auch bei der Fairtrail-Nutzerumfrage 2025 zeigt sich ein klares Bild: Rund drei Viertel der 900 Befragten geben an, dass das Miteinander auf den Wegen gut funktioniert. Insbesondere Bikende, E-Bikende und Trailrunner sehen mehrheitlich genügend Platz für alle Nutzungsgruppen.

Bei den Wandernden ist die Einschätzung etwas zurückhaltender, aber ebenfalls überwiegend positiv. Die Mehrheit der Befragten nimmt Fairtrail als sinnvolle Unterstützung wahr und bestätigt, dass Rücksichtnahme und Toleranz auf den Bündner Wegen bereits heute gut funktionieren. 

«Als begeisterter Wegnutzer, sei es beim Mountainbiken oder beim Wandern, sehe ich das Projekt als gesellschaftlichen, sinnvollen Ansatz. In einer Zeit, in der viele vermehrt ihre eigenen Werte in den Vordergrund stellen, setzen wir bewusst auf Zusammenarbeit und aktive Kommunikation. Diese Haltung schafft viel Goodwill, was auch von anderen Regionen teilweise beneidet wird. Es ist jedoch kein Selbstläufer, sondern eine bewusste Entscheidung, um Freiheit für alle, die sich gerne aktiv in der Natur bewegen, zu bewahren.»

– Michael Christ, interner Projektleiter Tiefbauamt Graubünden
Fachstelle Langsamverkehr

Wirkung durch persönliche Begegnungen 

Eine zentrale Rolle bei der Sensibilisierung spielen die «Fairdinands»Über 30 dieser Fairtrail-Botschafterinnen und -Botschafter waren 2025 auf den Wegen präsent und vermittelten die Fairtrail-Haltung direkt vor Ort. Während 68 Einsatztagen führten sie rund 6000Gespräche.

Die Rückmeldungen haben gezeigt, dass es häufig weniger um Konflikte zwischen Wandernden und Bikenden geht, sondern mehr um Themen wie Weidetiere, Zaundurchgänge oder sensiblen Naturraum. Auch hier entfaltet Fairtrail eine präventive und deeskalierende Wirkung. 

Fotocredits: Filip Zuan

Sensibilisierung statt Verbote 

Die Erfahrungen der letzten Jahre bestätigen den mit Fairtrail eingeschlagenen Weg für einen gemeinsamen und respektvollen Umgang auf den Langsamverkehrswegen. Bei einem weitläufigen, frei zugänglichen Wegnetz sind flächendeckende Verbote weder praktikabel noch zielführend.

Sensibilisierung, klare Botschaften und der persönliche Kontakt sind nachhaltiger. Fairtrail setzt auf einfache Verhaltensregeln, regionale Massnahmen und den Dialog mit allen Anspruchsgruppen. 

Koexistenz als Daueraufgabe und auch mit Umwelt und Natur 

Trotz der positiven Bilanz ist Koexistenz keine Selbstverständlichkeit. Neue Herausforderungen zeigen sich unter anderem durch steigenden Nutzungsdruck in sensiblen Gebieten. Fairtrail wird deshalb konsequent weitergeführt und weiterentwickelt – mit dem Ziel, Respekt und Toleranz zwischen den Wegnutzenden sowie gegenüber Wald, Wild und Alpwirtschaft weiter zu stärken. 

Fairtrail als Vorbild

Dass die Koexistenz nach Bündner Vorbild ein sinnvoller Ansatz ist, wird inzwischen auch anderswo verstanden. So haben die Regionen Wallis und Zentralschweiz Fairtrail von Graubünden adaptiert und übernommen. Auch im Nachbarskanton St. Gallen hat sich der Kantonsrat 2025 für die Koexistenz auf dem Wegnetz ausgesprochen und damit den Grundstein gelegt, zukünftig ebenfalls ein «Fairtrail-Kanton» zu werden. 

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