Geschwindigkeit reduzieren – Unsere A-Team Tipps für die Praxis im Trailbau

Die meisten Nutzerkonflikte entstehen durch zu grosse Geschwindigkeitsunterschiede. Eine wichtige Koexistenzmassnahme ist daher die Anpassung der Geschwindigkeit mit technischen Mitteln. Wir zeigen euch wie!

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Die meisten Nutzerkonflikte entstehen durch zu grosse Geschwindigkeitsunterschiede. Sind verschiedene Wegnutzende auf Augenhöhe und mit ähnlicher Geschwindigkeit unterwegs, entstehen deutlich weniger Konflikte. Eine wichtige Koexistenzmassnahme ist daher die Anpassung der Geschwindigkeit mit technischen Mitteln.
Das heisst übrigens nicht, dass der Fahrspass dadurch reduziert wird.

SICHTACHSE

Die Sichtdistanz bzw. Sichtachse auf Wegen entscheidet über die Reaktionszeit bei einem Zusammentreffen von Wandernden und Mountainbikenden. Auch wenn weite Sicht ideal ist, damit andere Nutzeende schon weit im Voraus erkannt werden, sind Richtungswechsel ein wichtiger Bestandteil. Lange, gerade Wege laden zu hohem Tempo ein, Richtungswechsel nehmen die Geschwindigkeit auf natürliche Weise heraus.

EINWUCHS

Einwuchs auf Augenhöhe kann möglichst zurückgeschnitten werden, um andere Wegnutzende frühzeitig zu sehen. Auf Bodenhöhe bzw. an der Wegoberfläche darf es hingegen etwas eingewachsen sein, sofern durch die Vegetation keine Gefahr besteht hängen zu bleiben. Es gilt: Denn je eingewachsener ein Weg, desto vorsichtiger sind die Nutzenden.

RAUE WEGOBERFLÄCHEN

Raue Wegoberflächen mit Wurzeln und Steinen sollten möglichst erhalten bleiben. Sie bieten nicht nur viel Variation, sondern reduzieren auch die Geschwindigkeit.

SCHMALE WEGE

Im Rahmen von Sanierungs- und Ausbaumassnahmen werden Wanderwege oft verbreitert und gekoffert. Dadurch entstehen breite und flache Wege, die zwar einerseits mehr Nutzende auf gleicher Fläche ermöglichen, andererseits aber auch höhere Geschwindigkeiten zulassen. Das Konfliktpotenzial ist dadurch höher. Schmale, eingewachsene Wegstrukturen nehmen das Tempo hingegen heraus.

ANKERSTEINE & STEINARMIERUNGEN

Spezifisch gesetzte Steine brechen zum einen die Sichtachse und führen intuitiv zu einer Verringerung des Tempos. Zum anderen können sie die Mountainbikenden zu einem leichten Slalomkurs „zwingen“. Sie sollten jedoch nicht zu weit in den Weg hineinragen, um Sturzgefahr zu vermeiden.

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