Mountainbike-Konzept Kanton Thurgau

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und Interessen des Natur- und Landschaftschutzes soll das Mountainbike-Konzept für den Kanton Thurgau die Bedürfnisse aller Interessensgruppen erfüllen.

Written BY

FACTS

ProjektMountainbike-Konzept Kanton Thurgau
AuftraggeberTiefbauamt Kanton Thurgau
OrtKanton Thurgau, Schweiz
ZeitraumSeit Sommer 2022
Dokument

Mountainbike-Konzept Kanton Thurgau

ProjektleiterBenjamin Trotter

 

NEWS (Stand April 2026)

«Das Mountainbike-Konzept Thurgau und die Änderung des Waldgesetzes wurden einer externen Vernehmlassung unterzogen. Es gingen 229 Rückmeldungen und Stellungnahmen von insgesamt 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein. Die Rückmeldungen wurden vom Projektteam ausgewertet und geprüft. Der Entwurf des Mountainbike-Konzepts Thurgau wurde in seinen Grundsätzen begrüsst und in der Folge basierend auf den Rückmeldungen an einigen Stellen nachgeschärft und finalisiert.»

Die Erarbeitung des Mountainbike-Konzepts des Kantons Thur­gau beinhaltet alle Phasen einer kantonalen Konzepterstellung und deckt somit einen Grossteil der angebotenen Leistungen von ALLEGRA für kantonale Projekte ab. Von der Erarbeitung der stra­tegischen Vision und Mission, Bedarfsanalyse mit Stakeholder­management, hybridem Frequenzmonitoring, Erarbeitung von Bewilligungsprozessen, rechtlichen und planerischen Rahmenbe­dingungen, Betreiberkonzepten mit den zuständigen kantonalen Ämtern, Angebotsanalyse, Handlungsempfehlun­gen, bis zur Netzplanung und Beglei­tung der internen als auch öffentlichen Vernehmlassungen.

Ausgangslage & Herausforderungen

Durch die zunehmende Zahl von Mountainbikenden entsteht automatisch Nutzungsdruck auf die Natur, insbesondere den Wald. Dreizehn elementare kantonale Gesetze geben externe Rahmenbedingungen vor – beispielsweise sind die Kantone einerseits verpflichtet, durch das 2023 ins Leben gerufene Veloweggesetz vom Bund, Velowegnetze auch für Mountainbikes zu planen und zu realisieren. Das Thurgauer Waldgesetz verbietet andererseits das Fahren abseits von befestigen Wegen mit dem Velo. Durch die unterschiedlichen Ansprüche an den Raum entstehen Zielkonflikte, die es zu lösen gilt.

Zielsetzung

Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben und Interessen des Natur- und Landschaftschutzes sollen die Bedürfnisse aller Interessensgruppen erfüllt werden. Dabei soll ein Mountainbikeangebot geschaffen werden, das naturverträglich, attraktiv, bedarfsgerecht und legal ist. Das erarbeitete MTB-Konzept spiegelt einerseits die vorhandenen Bedürfnisse wider und zeigt andererseits daraus entstehende Massnahmen. Für die Zielgruppe primär All-Mountain und Enduro heisst das konkret: Ein attraktives MTB-Netz wird definiert.

Methoden

Bestandsanalyse

  • Deask-Research von offiziellem Mountainbike-Angebot
  • Aufbereitung des informellen Angebots über Onlineplattformen und anhand von Daten aus Workshop mit lokalen Mountainbikenden.
  • Identifizierung attraktivster Trails

Bedarfsanalyse

  • Wünsche und Ängste werden in Workshops und Expertengesprächen eruiert

Hybrides Frequenzmonitoring

  • Installation von Velozählgeräten im Kanton
  • Kombination mit App-Daten zur flächendeckenden Hochrechnung der Nutzungsfrequenzen
  • Datenaufnahmen von 12 Monaten, um Datenqualität und Quantität zu gewährleisten

Massnahmenentwicklung

Schritt 1: Planung

Schaffung Rahmenbedingungen

  • Festlegung strategirscher Grundsätze
  • Festlegung raumplanerischer Rahmenbedingungen
  • Klärung Bewilligungsprozesse
  • Betriebskonzept
  • Prüfung rechtlicher Rahmenbedingungen

Schritt 2: Angebot

Angebotsschaffung

  • Naturverträgliches und zielgruppengerechtes Angebot für Thurgauer Bevölkerung
  • Attraktive Trails und Verbindungen
  • Homogene Verteilung der Angebote
  • Vollzug/Strafbestimmungen

Schritt 3: Kommunikation 

Kommunikationskanäle und Inhalte

  • Erarbeitung Sensibilisierungskampagne (Koexistenz mit Lebensraum, Flora und Fauna)
  • Einpflegung von offiziellen Angeboten auf Mountainbike-spezifische Online-Plattformen

Raumplanerische Rahmenbedingungen

Die Planung des Mountainbike-Angebots unterliegt den raumplanerischen Rahmenbedingungen. Dazu gehört die Berücksichtigung verschiedener Gebietstypen wie beispielsweise Naturschutzgebiete nach dem NHG oder auch Waldreservate nach dem TG WaldG. Zudem obliegen der Lebensraum- und Artenschutz sowie der Schutz vor Störungen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Bewilligungsprozess

Betriebskonzept

Für die Umsetzung des Mountainbike-Konzepts Thurgau ist die Definition der Zuständigkeiten bezüglich Unterhalt, Finanzierung und Haftung essenziell. Im Kanton Thurgau wird ein Grossteil dieser Faktoren im StrWG behandelt.

Zielbild

Das Zielbild des kantonalen Mountainbike-Angebots basiert auf den Ergebnissen der Bestands- und Bedarfsanalyse, die mit der Zielsetzung, den raumplanerischen Rahmenbedingungen und der Interessenabwägung konsolidiert wurden.

Kommunikation

Die geplanten Kommunikationsmassnahmen setzen einerseits auf Sensibilisierung, andererseits auf die Vermittlung des offiziellen Mountainbike-Angebots.

Frag Benni

Benjamin Trotter ist bei ALLEGRA neben der Durchführung und Weiterentwicklung des Themenkomplexes „Monitoring von Nutzungsfrequenzen“ vor allem für die be­hördlichen Projekte in der Schweiz verantwortlich und leitet(e) unter anderem die Erarbeitung des kantonalen Mountainbikekonzepts im Kanton Thurgau, Kanton Solothurn, Kanton Aargau so­wie die Projekte des Kantons Zürich und der Stadt Zürich (Bedarfs- und Be­standeserhebung MTB-Infrastruktur, Evaluation Standbericht MTB-Konzept). Schwergewichtig beinhaltete seine Kompetenzen Bestandsanalysen der vorhandenen Infrastruktur, Zusammen­arbeit mit Behörden über Trailausweisungen und den rechtlichen Rahmenbedin­gungen sowie ein ganzheitliches Stakeholdermanagement mit Analyse, Konzipie­rung und Moderation von Workshops und Massnahmenentwicklung.

Das 2023 in Kraft getretene Veloweggesetz vom Bund stellt die Kantone vor Herausforderungen – aber auch Chancen. Dank Benjamins Expertise können wir die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kantone professionell, nachhaltig und gemeinsam situationsbedingt erfüllen und ein Mountainbike-Konzept erarbeiten. Schreibt uns für ein erstes Gespräch.

more OF ALLEGRA

Strategieentwicklung Dolomiti Bike Galaxy

Mit einem einzigen Ticket zu über 100 Liftanlagen mit Bike-Transport: Die Dolomiti Bike Galaxy gehört zu den grössten Mountainbike-Verbundsysteme.

Produktentwicklung Mountainbike in Lugano

Eine Destination, in der Outdoor-Aktivitäten und Vergnügen perfekt miteinander vereinbar sind.

Mountainbike Strategie Saint Lary

Wie viele andere Bergdestinationen prüft Saint-Lary derzeit Möglichkeiten, sein Angebot zu diversifizieren und das, was in der Wintersaison fehlt, durch Sommeraktivitäten auszugleichen.

Potentialanalyse und Konzeptentwicklung Gravel Nordwest Island

Unsere Mission im Nordwesten Island: Analysieren, ob und in welcher Form in dieser Region Potenzial im Bereich Radfahren besteht

Produktentwicklung Gravel Ruka-Kuusamo

Nachdem ein Gravel-Netzwerk mit über 900 Kilometern an Routen entwickelt worden war, stellte sich die nächste Frage: Wie vermarkten wir dieses Angebot nun? Wie können wir uns von unseren Mitbewerbern differenzieren? Und wie gelingt es uns, potenzielle Gäste für eine Region nahe des Polarkreises zu begeistern?

In drei Schritten zum erfolgreichen Gravelangebot

Wir begleiten Destinationen auf ihrem Weg zum erfolgreichen Gravelangebot: von der Potentialanalyse über die Konzeptentwicklung bis zur Produktentwicklung.

Potentialanalyse Gravel graubünden Bike

Gravelbiken boomt. Doch warum eigentlich? Um Antworten zu finden, haben wir im Rahmen des graubündenBIKE-Projekts eine umfassende Potenzialanalyse durchgeführt.

Bau Kirchberg Trail für die 360° Flow Trails Kitzbühel Kirchberg

Längster Flowtrail Tirols in Kirchberg mit rund zehn Kilometern Gesamtlänge

Darco Cazin im Interview: Über graubünden Bike und seine Wirkung

Darco Cazin begleitet Graubünden Bike seit den Anfängen. Im Interview spricht er über gelebte Koexistenz auf Graubündens Trails, die Kraft von Partizipation – und darüber, welche Wirkungen das Projekt entfaltet hat, die man von aussen gar nicht sieht.

Bau Jumpline Senderman 2.0 im Trailcenter Aesch

In Zukunft noch mehr Skills: Das beliebte Trailcenter in Aesch wird um drei Jumplines (rot, schwarz, violett) erweitert.

Wir haben die Lösung

Erzählt uns gerne mehr über eure Situation. Von Entwicklung über Planung, Bau und Wissensvermittlung, wir von ALLEGRA sind für euch da, in allen Phasen.

Wisst ihr eigentlich,

...was auf euren Trails, Wander- oder Velowegen wirklich los ist?

Wir zählen mit modernster Technik und heben (hybrides) Frequenzmonitoring alpin und urban aufs nächste Level!