Mountainbike-Masterplan: Die Antwort auf die Winter-Frage

Kann ein professioneller Mountainbike-Betrieb wirtschaftlich so tragfähig sein, dass er eine echte Alternative zum Wintergeschäft darstellt?

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Die Zeiten, in denen eine Region blind auf den nächsten Schneefall hoffen konnte, sind vorbei. Für eine Tourismusdestination in Österreich stand eine sehr konkrete, existenzielle Frage im Raum:


Kann ein professioneller Mountainbike-Betrieb wirtschaftlich so tragfähig sein, dass er eine echte Alternative zum Wintergeschäft darstellt?


Um das verlässlich zu beantworten, reicht es nicht, ein paar Trails in den Wald zu zeichnen. Es braucht einen Masterplan, der kaufmännisch wasserdicht und gesellschaftlich verankert ist.
Und hier kommt ALLEGRA Österreich ins Spiel.

Wie wir vorgegangen sind: Von der Basis bis zum Konzept 

Wir haben das Projekt nicht am Schreibtisch entwickelt, sondern den Dialog gesucht. Durch tiefe Audits vor Ort haben wir den Ist-Zustand analysiert. In einem umfassenden Stakeholder Prozess und zielgerichteten Workshops haben wir Bergbahnen, Tourismusverband, Grundeigentümer und Verwaltung an einen Tisch geholt. Ziel war es, Mangeldenken und alte Konflikte abzubauen und stattdessen ein gemeinsames Verständnis für die wirtschaftlichen Chancen zu schaffen.

Natürlich gehört aber auch eine detaillierte Analyse vor Ort dazu: Wir haben uns die Destination und das Gelände angesehen, um herauszufinden, was es gibt, was es nicht gibt. Wie positioniert sich die Destination, und was ist wann und wo zu tun.

Besonders beeindruckend für Projektleiter Dominik Bösch: mit wieviel Engagement die Locals dieser Destination das Thema Bike leben und vorantreiben. Und wie unglaublich gut die Kinder- und Jugendarbeit betrieben wird. Alles ehrenamtlich. Das ist ein super Fundament für die Identitätsarbeit!

Die Ergebnisse: Ein handfester Fahrplan

Aus diesem intensiven Prozess ist ein Masterplan entstanden, der der Region ein klares Werkzeug für die nächsten Jahre in die Hand gibt.

Die Kernergebnisse im Überblick:

  1. Scharfe Zielgruppen-Definition:
    Wir haben genau definiert, für wen wir bauen – und dabei ganz bewusst die Einheimischen in den Fokus gerückt. Eine nachhaltige Infrastruktur muss zuerst der eigenen Bevölkerung (und der Jugend) dienen, um authentisch zu sein und von den Locals mit Stolz getragen zu werden.
  2. Konzeptionelle Karte:
    Hier haben wir eine räumliche Vision erarbeitet, die verordet, wo welches Angebot entstehen soll. Das ermöglicht eine smarte Lenkung der Biker und entflechtet Konfliktzonen zwischen Wanderern, Forst und Radsportlern. Die Karte dient außerdem als Grundlage für die Gespräche mit den Grundeigentümern. Erst danach greift Lenkung und Wirtschaftlichkeit.
  3. Wirtschaftlichkeits- und Potenzialanalyse:
    Der Rechentest für die «Winter-Frage». Wir haben ein konservatives, kaufmännisches Modell entwickelt, das die nötigen Investitionskosten dem regionalen Einnahmepotenzial gegenüberstellt. Das Ergebnis zeigt klar: Richtig strukturiert, ist der Bike-Betrieb ein hochprofitabler Umsatzbringer für das gesamte Tal. Es macht aber Sinn, hier nicht losgelöst von anderen Sommerprodukten zu denken.
  4. Klare Maßnahmenliste:
    Um nicht in der Theorie stecken zu bleiben, haben wir einen verbindlichen Katalog erarbeitet. Er gliedert sich in vier essenzielle Handlungsfelder:
    • Grundlagenarbeit: Genehmigungen, Pachtverträge und Betreibermodelle.
    • Infrastruktur: Bau und Freigabe von Trails, Wegen und Zubringern.
    • Dienstleistungen: Aufbau von Verleih-Stationen, Bike-Schulen und Gastronomie-Konzepten.
    • Identität: Community-Building, lokales Marketing und die Schaffung einer echten Bike-Kultur vor Ort.

Frag Dominik

Der Tourismus-Experte ist genau der Richtige, um über einen Mountainbike-Masterplan in Eurer Destination in Österreich zu sprechen. 

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