Warum wir unsere «Flughöchi» anpassen sollten

Könnte dies eine Möglichkeit sein den Druck auf Naturräume zu sinken und Städte noch grüner zu machen?

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Die Flughöhe ist zumeist eine sehr niedrige, wenn es um die Auswahl und (Um-) Widmung von Bestandswegen zum neuen Mountainbike-Wegenetz geht. Da wird um jeden Meter Weg gefochten.

Weil in vielen Kantonen das Gebiet so zersiedelt oder wirtschaftlich straff organisiert ist, streiten sich die Interessensgruppen um die Trail-Krümel, die in dem, was wir “Natur” nennen, übrig sind. Der Druck nimmt zu. Aber diese Inseln sind ja nicht der einzige Raum, der uns zur Verfügung steht. Ich glaube, an diesem Punkt kommt die Flughöchi zu tragen. Wir müssen sie nachjustieren und höher ansetzen. Denn dann sehen wir, was es en masse gibt: Bebautes Gebiet. Straßen. Was also geschähe, würden wir Straßen zu Trails umbauen? Könnte dies eine Möglichkeit sein den Druck auf Naturräume zu sinken und Städte noch grüner zu machen?

Spätestens seit der Aufklärung sind wir es gewohnt, reduktionistisch zu denken. Zum einen die Notwendigkeit des schnellen Vorwärtskommens der Erwerbstätigen und Güter (Straßennetz), und zum anderen der Spaß als Zeitvertreib (Spielplätze, Fußballplätze, Trailcenter, Pumptracks etc.). Unser physischer Raum ist streng nach seinen jeweiligen Funktionen unterteilt – die Dichotomie “Alltags-und Freizeitwegenetz” im neuen Veloweggesetz unterstreicht diese vermeintlichen Gegensätze noch einmal. Was aber, wenn wir unsere Pendelzeit zur Arbeit und Schule oder für Besorgungen nicht mehr als notwendiges Übel begriffen, sondern als verspielte Bewegungszeit an der frischen Luft? Wenn es nicht um die Unterscheidung von “Mountainbiker: innen vs. Wanderer: innen ginge, sondern den Sachverhalt auflösten in der Frage: Wie bringen wir unsere Bürger: innen am besten in Bewegung?

In Anlehnung an die “Cool Roofs” an der unter anderem die Klimaforschende der Arizona State University forschen stelle mir Grün vor, wo vorher grau war. Über die Breite von dem, was früher eine Straße war, stehen nun Bäume und Büsche. Durch die winden sich endlos flowige Trails, Northshores und Rockgarden wie in tschechischen Trailcentern mit wenig Gefälle. Dort, wo mit Lastenrädern oder Rikschas verkehrt wird, sind die Trails breiter und sanfter. Wir würden damit viele der Herausforderungen unserer Zeit – 80 % aller Kinder und Jugendlichen bewegen sich laut WHO zu wenig – Menschen vereinsamen – Beton und Asphalt werden zu Hitzeinseln – die letzte Meile – mit einer Klappe schlagen.

Ich glaube fest an diese Utopie. Die Etymologie des Begriffs kann sowohl auf einen fiktiven, nicht realisierbaren Ort verweisen, oder – als Sprachspiel – auf einen glücklichen Ort. Welcher Begriff schlussendlich zum Tragen kommt – das entscheidet die Flughöchi, aus der heraus wir zukünftige Herausforderungen betrachten.

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