Im FLOW – Der neurowissenschaftliche Ansatz

Fun, Fear, Focus: Der FLOW Zustand ist der Zustand der höchsten Produktivität im Hirn. Was bedeutet das fürs Mountainbiken?

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Was ist eigentlich dieser FLOW und was bedeutet er fürs Mountainbiken? 

Kurz, knapp und simpel: was macht die Neurowissenschaft? 

Die Neurowissenschaft schaut im Grunde genommen mithilfe von unterschiedlichen Methoden das Gehirn an, um herauszufinden, wie es sich wann verhält.

Fun, Fear, Focus: Was ist der FLOW Zustand?

Der FLOW Zustand ist der Zustand der höchsten Produktivität im Hirn. Alle Top Performer aus Bereichen wie beispielsweise dem Hochleistungs-Sport, Musiker oder Künstler lernen, wie sie ihr Gehirn in den Flow Zustand bringen. Das Schöne daran ist, der Zustand fühlt sich verdammt gut an und hilft nebenbei, Stress zu bewältigen.

Kommt man in den Flow, werden drei Neurotransmitter ausgeschüttet: Dopamin, Noradrenalin und Acetylcholin.

Dopamin aka. Freude (FUN):

Bedeutet ganz einfach, dass man den Flow Zustand nur erreicht, wenn man Spass und eine positive Einstellung hat, für das was man tut. Und sind wir mal ehrlich: Es tut einfach gut, mit dem Mountainbike auf einem schönen, flowigen Trail unterwegs zu sein.

Noradrenalin aka. Furcht (FEAR):

Ja, auch das ist notwendig. Willst du den Flow-Zustand erreichen, braucht es eine Prise Überforderung! Kommt dir die Aufgabe minimal zu schwer vor, bist eventuell sogar ein bisschen nervös oder aufgeregt? Genau dann schütten wir Noradrenalin aus. Das beflügelt uns! Flow ist nichts anderes als ein kurzfristiger Stresszustand. Bin ich gelangweilt oder kommt mir die Tätigkeit sinnlos vor, werden wir das Flow-Level nie erreichen.
Und auch hier, wir kennen es alle: Wir stehen am Start eines neuen, unbekannten Trails. Oder wir kennen den Trail und wissen, da gibt es zwei-drei Endgegner- oder Lieblings-Abschnitte. Beste Voraussetzungen, in den nächsten Minuten den Flow auf zwei Laufrädern zu erreichen.

Acetylcholin aka. Fokus (FOCUS):

Wusstest ihr, dass man beim Multitasking 50% länger braucht und 50% mehr Fehler macht, als wenn man fokussiert an einer Sache arbeitet? Auch sehr kleine Ablenkungen, hindern uns daran den Flow Zustand zu erreichen. Sei es durch das Handyklingeln, Gedanken an die Einkaufsliste oder ein Dreckfleck auf der Goggle: Diese Sachen bombadieren förmlich unser Gehirn und führen dazu, dass wir nicht in den Flow Zustand kommen. Also: Ziel ist es, ablenkende Gedanken und das Handy abzuschalten: Dann schütten wir Acetylcholin aus. Wir sind wach, aufmerksam, sehr fokussiert und unsere Gedanken sind messerscharf auf dem Trail. Visuelle Informationen aus der Umwelt können wir besser verarbeiten, Aufgaben schneller lösen und die kniffige Passage auf dem Trail…läuft einfach..flowiger. Klingt easy oder?

Eduardo von der Trail Crew Schweiz auf dem Titelbild erlebt vermutlich gerade einen dieser FLOW Momente auf dem Modzon Trail in Moleson.
Wer ihn noch nicht kennt (den Trail): Unbedingt austesten, ab in die Westschweiz!

…hier der Trail als POV-Run mit Chris aus der Trail Crew in voller Länge. Das löst schon beim Zuschauen viele Neurotransmitter aus.

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