Mit unserer Gravel-Expertin Vanesa Gorgal und dem Know-how unseres Allegra Nordici Teams entwickeln wir Gravelangebote in ganz Europa. Und haben von Graubünden über Island bis nach Finnland schon einige Erfolgsgeschichten geschrieben. Die Erfahrungen aus den nordischen Ländern, wo Gravel seit Jahren fest in der touristischen DNA verankert ist, fliessen dabei direkt in unsere Projekte und Konzepte ein.
Vorab: Jede Destination bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit. Manche Regionen verfügen bereits über ein etabliertes Bike-Angebot, andere stehen noch am Anfang ihrer Entwicklung. Unsere Aufgabe ist es, aus den vorhandenen Stärken mit klarer Strategie und starken Partnern ein authentisches und marktfähiges Gravelangebot zu entwickeln.
Wie dieser Weg zu einem überzeugenden Gesamterlebnis konkret aussieht, zeigen die folgenden drei Entwicklungsschritte mit Praxisbeispiel. Let’s go:
1. Potentialanalyse:
Wo liegen die Chancen für Gravel?
Nicht jede Destination muss zur reinen Gravel-Destination werden. Oft liegt die grösste Chance darin, Gravel sinnvoll in das bestehende touristische Angebot zu integrieren.
In der Potentialanalyse betrachten wir deshalb nicht nur bestehende MTB-Trails oder Velowege, sondern das gesamte Cycling-Ökosystem einer Region. Wir analysieren Infrastruktur, Landschaft, Zielgruppen, Marktpotenziale, bestehende Angebote und touristische Entwicklungsmöglichkeiten.
Besonders in peripheren Regionen eröffnet Gravel oft neue Perspektiven. Während für klassische Mountainbike-Angebote teilweise hohe Investitionen notwendig sind, können bestehende Wege und Strassen für attraktive Gravel-Erlebnisse genutzt werden. So entstehen neue touristische Möglichkeiten mit vergleichsweise geringem Infrastrukturaufwand.
Gemeinsam mit Tourismusorganisationen, Leistungsträgern und öffentlichen Partnern beantworten wir die zentrale Frage:
Passt Gravel in eure Destination? Wenn ja, welches Potenzial lässt sich daraus entwickeln?
Potentialanalyse für Graubünden
Inspiration vor der Haustür lohnt sich. Graubünden bietet mit seinem grossem Kulturerbe, seinen grossartige Landschaften und seiner Geschichte, geprägt von einer bedeutenden landwirtschaftlichen Nutzung, beste Voraussetzungen für unvergessliche Gravelerlebnisse. Kein Wunder, dass wir hier im Rahmen von Graubünden Bike das Potenzial des Graveltourismus genauer unter die Lupe genommen haben.
2. Konzeptentwicklung:
Aus Potenzial wird Strategie
Ein oder zwei gut ausgeschilderte Strecken reichen heute meist nicht aus, um spürbare touristische Ströme auszulösen. Ebenso kann es bereits viele Routen geben, aber ohne überzeugendes Gesamtkonzept ist es einfach nicht stimmig. Gäste reisen nicht nur für beliebige Gravelrouten an: sie suchen einzigartige Erlebnisse, das Gefühl von Abenteuer, Freiheit.
Deshalb entwickeln wir auf der Basis der Analyse ein Konzept mit einer klaren Methodik:
Dabei definieren wir gemeinsam mit der Destination:
- Welche Ziele verfolgt das Gravelangebot?
- Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?
- Welche Rolle spielt Gravel innerhalb der touristischen Positionierung?
- Welche Erlebnisse und Produkte sind notwendig, um Nachfrage zu erzeugen?
Manche Regionen positionieren sich gezielt als Gravel-Destination. In anderen wird Gravel zu einem wichtigen Bestandteil eines vielfältigen Outdoor-Angebots. Beide Ansätze können erfolgreich sein, entscheidend ist nur die passende Strategie.
Konzeptentwicklung in Island
Kaum ein Land bietet so viel unerschlossenes Gravel-Potenzial wie Island.
Island erlebt gerade einen Boom an Popularität. Doch diese Tourismus- Ströme sind nicht überall gleich verteilt, sondern konzentriert auf bestimmte Jahreszeiten und Hotspots. Eine der Herausforderungen lieg darin, diese Ströme besser zu lenken und dementsprechend den Mehrwert zu verteilen.
Genau mit diesem Ziel, haben wir in einer Region Northwest Island eine Cycling- und Mountainbike-Analyse durchgeführt. Aus dieser Analyse, die für ein umfassendes Bild der Situation wichtig ist, ergeben sich erste Erkenntnisse, die sich dann konkret in ein Geschäftsmodell und in einen Aktionsplan einfliessen lassen.
3. Produktentwicklung:
Erlebnisse schaffen, die Gäste begeistern
Ein wichtiger Schritt passiert in der Produktentwicklung. Sind die Routen als Basis des Gesamtlerbnisses definiert, erarbeiten wir die Services und Identität.
Gemeinsam schaffen wir:
- attraktive Gravel-Erlebnisse
- passende Services entlang der Customer Journey
- Ein marktfähiges Brand-Konzept
- Eine klare Vermarktungsstrategie
Produktentwicklung in Ruka-Kuusamo
Wie wäre es, das Land der glücklichsten Einwohner auf dem Gravel zu entdecken? In Ruka-Kuusamo, Finnland haben wir auf der Basis von einen Gravelrouten Konzept die Vermarktungs-Strategie erarbeitet mit Branding, Personas, Kanälen, Roadmap und die Leistungsträger im Entwicklungsprozess integriert. Übrigens: Die Weiten Finnlands wirken auf den ersten Blick abgelegen. Tatsächlich ist Ruka-Kuusamo von Zürich aus in wenigen Flugstunden erreichbar.
Frag VANESA
Kaum jemand bei ALLEGRA beschäftigt sich so intensiv mit diesem Thema wie unsere Tourismus- und Mobilitätsexpertin Vanesa Gorgal. Gemeinsam mit unseren Teams in der Schweiz und den nordischen Ländern begleitet sie Destinationen dabei, aus dem Potenzial von Gravel echte touristische Erlebnisse zu entwickeln. Ihre Arbeit zeigt, wie aus Schotterwegen erfolgreiche Destinationen entstehen.