Planung und Bau – Roter Tech Trail mit Style-Elementen: Bassa di Cardada in Ascona-Locarno

Der Bassa di Cardada vereint technisches Können, aktive Linienwahl und kreativen Fahrstil - über dem Lago Maggiore.

FACTS

ProjektPlanung und Bau roter Tech Trail mit Style-Elementen
AuftraggeberOrganizzazione turistica Lago Maggiore e Valli
OrtCardada in Ascona-Locarno, Schweiz
ZeitraumJuni 2025
ProjektleitungLukas Häusler, Colin Leutenegger
Gesamtlänge957m

 

Kurzbeschrieb

Der Bassa di Cardada-Trail bietet Mountainbikenden ein abwechslungsreiches Erlebnis zwischen Flow- und Technikpassagen. Der Trail dient einer ersten Entflechtung der Wegnutzenden zwischen Cimetta der Schweizmobil Route 397 Cardada Bike. Ziel des Projekts in Ascona-Locarno war es, einen Trail zu schaffen, die die natürliche Geländestruktur respektiert und gleichzeitig vielseitige Linienwahl, technische Herausforderung und flüssigen Fahrfluss ermöglicht. Werfen wir einen detaillierten Blick auf den Trail.

  • Gesamtlänge: 957 m
  • Höhenunterschied: 102 m (Start 1’610 m, Ende 1’508 m)
  • Schwierigkeit: Roter, mittelschwerer Tech Trail mit Style-Elementen
  • Durchschnittliche Neigung: 11 %
  • Trailbreite: maximal 1 m
  • Oberfläche: mineralische Erde, Steine, Wurzeln
  • Zugang: Aufstieg mit der Gondelbahn Cardada bis Mittelstation, 900 m Asphalt zum 2er-Sessellift, Einstieg rechts Richtung Lago

Wie erreiche ich den Trail-Einstieg?

Das Erlebnis beginnt bereits mit dem Aufstieg. Denn die Fahrt mit der Gondelbahn Cardada und darauffolgend mit dem 2er Sessellift immer mit Blick auf den Lago Maggiore ist bereits besonders aussichtsreich. Der Zugang zum Trail ist ab der Bergstation des Sesselliftes signalisiert. Nach knapp einem Kilometer Trail und über 100 Höhenmetern endet der Bassa di Cardada auf der Schweizmobil Route 397 Cardada Bike mit Anschluss zur Capanna Lo Stallone.

Ein Blick in die Planung

Da das Gelände für den Bau eines Trails insgesamt eher steil ist wurden für den Trailverlauf die flachsten Geländekammern gewählt. Insbesondere die Kurvenstandorte wurden möglichst auf bestehende flache Geländeformationen gelegt. Somit können Kurven mit kleinerem baulichen Eingriff realisiert werden. Die Trailbreite von einem Meter reduziert ebenfalls Böschungen und allgemein den Geländeeingriff.  

Details zum Bau

Zu Beginn der rund 5-wöchigen Bauphase im Spätsommer war die Erde sehr trocken. Regen bremste die Arbeiten am Trail kurz aus, sorgte danach jedoch für optimale Verdichtungsbedingungen, sodass der Boden besser verarbeitet werden konnte. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten wurde der Trail mit einem 2t Bagger gebaut. Diese Bauweise erlaubte es, die Trasse effizient und präzise zu formen, ohne das Gelände stark zu verändern.

Das Dreier-Team arbeitete effizient: Colin führte die Grobarbeiten mit dem Bagger aus, Pablo und Will folgten als Handcrew unmittelbar und konnten kreative Sidehits und weitere Detailanpassungen integrieren. Der Minibagger hinterliess einen minimalen Fussabdruck in die Landschaft, erforderte aufgrund der steilen Geländeeigenschaften präzise Handhabung und volle Kontrolle. Diese Kombination aus maschineller Effizienz, handwerklicher Detailarbeit sowie der präzisen Umsetzung von Kurven, Steigungen und Features verleiht dem Trail seinen charakteristischen Mix aus technischem Anspruch, Flow und sehr viel Abwechslung. Schauen wir genauer hin.

Der Trail: fordernd, spielerisch, malerisch.

Charakteristisch für den Trail ist das spielerische Fahren. Style Elemente, wie Sprünge oder Side Hits sind neben der Hautlinie verbaut und können optional für Airtime genutzt werden, sind aber alle rollbar. Kurze technisch anspruchsvollere Optionen und Passagen machen den Trail noch abwechslungsreicher. 

Die Kurven sind bewusst minimal aufgebaut, um ein flüssiges Befahren ohne Treten oder Umsetzen zu ermöglich. Dabei ist jede Kurve anders, erfordert verschiedene Fahrtechniken und generiert unterschiedliche Geschwindigkeiten. Langsam und enger Radius – dafür steil im Ausgang, um Tempo zu generieren. Schnell und grosser Radius – dafür bergauf im Kurvenausgang, um Tempo zu kontrollieren. Steil, so dass man die Kurve bremsen muss. Dazwischen sorgen längere Abschnitte für einen gleichmässigen Fahrfluss.

Der Untergrund bleibt bewusst natürlich. Wurzeln und Steinarmierungen sind Teil des Fahrerlebnisses. Mit einer durschnittlichen Neigung von 11% bietet der Rocco sin Freni einen technisch anspruchsvollen Techtrail, der durch seine Style Elemente viel Flow erhält.

Der Bassa di Cardada ist zudem malerisch gelegen: Der Trail schlängelt sich durch abwechslungsreiches Gelände, teils sonnig, teils schattig, mit spektakulären Ausblicken auf das Tal und die umliegende Bergwelt. Einzelne markante Elemente, wie eine freistehende Birke, umringt wahlweise von einem Anlieger oder einem technisch anspruchsvolleren Rockgarden, sowie Felsformationen setzen Highlights und geben dem Trail zusätzlichen Charakter – sie sind nicht nur Fotospots, sondern prägen auch die Linienwahl und das Fahrgefühl.

Uuuund DROP-IN:

Unser ALLEGRA-Fazit

Steilvorlage: Die Kernbotschaft der Region Ascona-Locarno „La Dolce Vita“ lässt sich 1:1 auf den Bassa di Cardada übertragen. Es fällt nicht schwer, das Leben hier so richtig zu geniessen.

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