FACTS
| Projekt | Planung und Bau roter Enduro Trail Tché Don Nr. 804 |
| Auftraggeber | Bikepark Moléson |
| Ort | Moléson, Schweiz |
| Zeitraum | Herbst 2024 und Herbst 2025 |
| Projektleitung | Colin Leutenegger |
| Trail Crew | Gerry Cusini,, Fabi Umundum, Mathieu Baty, Joel Dunkl, Chris Thaller |
Technische Daten
- Gesamtlänge: 2,045 km
- Abschnitt 1: Länge 683m, 3hm Aufstieg, 75m Abfahrt, Startpunkt auf 1,500hm
- Abschnitt 2: Länge 559m, 80m Abfahrt, Startpunkt auf 1,400hm
- Bau: Herbst 2024 und Herbst 2025
- Höhenunterschied: 300 m
- Schwierigkeit: Roter Tech-Trail mit Style Elementen
Kurzbeschrieb
Etwas steiler und wesentlich technischer als die Flow Trails Poya und Modzon, bietet der naturbelassene Enduro-Trail in Moléson eine Mischung aus engen Kurven, flüssigen Abschnitten und anspruchsvollen Passagen im Wald, viele Wurzeln, Rockgarten – ideal für erfahrene Biker. Aber auch Sprünge & Doubles sind verbaut, alles rollbar und ausgeschildert.
Wie komme ich zum Trail-Einstieg?
Erreichbar ist der Trail über den Sessellift. Vom Ausstieg führt die Strecke zunächst nach rechts in den ersten Abschnitt auf rund 1’500 Metern über Meer. Dieser Teil verläuft über 683 Meter mit leichtem Gegenanstieg und 75 Metern Abfahrt und gibt den technischen Ton an. Nach einer kurzen Verbindung über den blauen Modzon Trail zweigt der zweite Abschnitt erneut nach rechts ab. Ab etwa 1’400 Metern über Meer folgen weitere 559 Meter mit rund 80 Metern Abfahrt – kompakt, intensiv und konsequent naturbelassen.
Details zu den Bauphasen
Zwischen Herbst 2024 und Frühjahr 2025 entstand im Bikepark Moléson mit dem Tché Don ein roter Enduro-Trail, der bewusst einen anderen Weg geht als klassische Flow-Strecken. Geplant und umgesetzt unter der Leitung von Colin Leutenegger gemeinsam mit Gerry, Matieu, Chris, Fabi und Joel, steht dieser Trail für eine klare Haltung: so viel Natur wie möglich, so wenig Eingriff wie nötig.
Der Bau begann im Herbst 2024. Über den Winter und das Frühjahr hinweg wurde Abschnitt für Abschnitt von Hand geformt, angepasst und verfeinert. Zur offiziellen Eröffnung des Bikeparks am 16. Mai 2025 war der Trail fahrbereit. In der ersten Phase wurde er im Rennmodus-Layout geöffnet: einzelne Passagen mit Flatterband markiert, Linienführung klar, direkt und inspiriert von klassischen Enduro-Rennen. Während der Sommersaison erfolgen laufend kleinere Optimierungen, bevor der Trail gegen Ende der Saison in seiner finalen Form freigegeben wird.
Der rote Tché Don Trail wurde grösstenteils von Hand gebaut. Es gab kein maschinelles Trasse, keinen durchgezogenen Baggerkorridor. Maschinen kamen lediglich unterstützend seitlich des Trails zum Einsatz, um punktuell Steine oder Erde zu bewegen. Rund die Hälfte der gesamten Strecke entstand vollständig ohne Baggerunterstützung. Diese Entscheidung prägt den Charakter des Trails bis heute: Wurzeln bleiben dort, wo sie gewachsen sind. Felsstrukturen wurden integriert statt entfernt. Der Boden wurde nur dort modelliert, wo es fahrtechnisch oder sicherheitstechnisch notwendig war.
Die grösste Herausforderung lag nicht im Bau einzelner Elemente, sondern in der Haltung dahinter. Im steilen, alpinen Gelände zu arbeiten, ohne eine maschinelle Haupttrasse zu ziehen, verlangt Zeit, Erfahrung und ein feines Gespür für das Terrain. Jede Linie musste gelesen, jeder Eingriff abgewogen werden. Ziel war es nie, den Berg zu formen – sondern mit ihm zu arbeiten.
Der Trail: kompakt, intensiv und konsequent naturbelassen
Mit einer Gesamtlänge von 2,045 Kilometern und rund 300 Höhenmetern verbindet Tché Don technisches Fahren mit natürlicher Linienführung. Im Vergleich zu den Flow-Trails ist die Strecke etwas steiler, direkter und fordernder. Enge Kurven wechseln sich mit flüssigen Passagen ab, bevor man wieder in wurzelige Waldabschnitte oder durch Rockgardens eintaucht. Einzelne Sprünge und Doubles sind bewusst eingebaut, bleiben jedoch rollbar oder klar signalisiert. Der Trail richtet sich an erfahrene Fahrer:innen, bleibt aber ehrlich: Wer sauber fährt und Linien liest, wird belohnt.
Unser ALLEGRA-Fazit
Tché Don ist kein perfekt modellierter Bikepark-Teppich. Er ist roh, ehrlich und lebendig. Ein Trail, der sich entwickelt, der Wetter annimmt und der Fahrtechnik fordert. Genau das macht ihn aus.
…wer übrigens auf knackige Trails steht, sollte unbedingt mal an den Lago Maggiore reisen: Im Sommer 2025 sind hier zwei Trails mit ähnlichem Charakter in Ascona-Locarno entstanden: Der rote shared Trail Monti Motti, mit sehr technischen Passagen und der Cardada Trail, ein Tech-Trail mit vielen optionalen Style-Elementen….
…oder doch lieber auf die flowigern Trails in Moléson abbiegen? Der Poya und Modzon Trail warten auf euch!












